Kinderrechte sind Menschenrechte
Bildunterschrift des 1. Bildes

Projektleiter: Gunter Geiger


Veröffentlichungen


Der vorliegende Sammelband lädt Sie ein, sich mit den „Kinderechten“ zu beschäftigen und Anregungen für Ihre Arbeit oder Ihren Alltag mit Kindern mitnehmen:


Gunter Geiger (Hrsg.)
Kinderrechte sind Menschenrechte!
Kinderrechte in Deutschland
2011. Ca. 180 Seiten. Kart. Ca.
24,90 € (D),
ISBN 978-3-86649-368-1
Internationaler Schutz der Menschenrechte

Stand und Perspektiven im 21. Jahrhundert
Sven Bernhard Gareis, Gunter Geiger (Hrsg.)
Verlag Barbara Budrich
Preis: 19,90 €
ISBN 978-3866491861


Akademieabend und Buchvorstellung zu „Kinderechte sind Menschenrechte“
Im Rahmen eines Akademieabends wurde das Buch „Kinderrechte sind Menschenrechte“ vorgestellt.
Frau Sabine Wascke präsentierte die Neuerscheinung nicht nur in Ihrer Funktion als MdL, sondern auch 1. Vorsitzende des Kinderschutzbundes Fulda.
Ein Hauptanliegen von Frau Waschke ist die Aufnahme der Kinderechte in die deutsche Verfassung. Was zu einem Umdenken in den Köpfen führen würde (ähnlich wie die Aufnahme der Passage „Männer und Frauen sind gleichberechtigt).
Wir erfahren immer wieder von vernachlässigten Kinder oder erinnern wir uns an die unsägliche Diskussion über das Bildungspaket für Kinder, die in Hartz IV Familien leben müssen oder die Höhe der Regelsätze im ALG II.
Deutschland hat die UN-Kinderrechtskonvention erst 1992 ratifiziert – und das mit Einschränkungen insbesondere was die Rechte der Flüchtlingskinder angeht.
In der Vorbehaltserklärung legte die damalige Bundesregierung unter Helmut Kohl fest, dass die Konvention in Deutschland keine unmittelbare Anwendung findet und keine individuellen Rechtsansprüche begründet.
Weitere Vorbehalte bezogen sich auf das Jugendstrafrecht, die gemeinsame elterliche Sorge sowie das bereits erwähnte Flüchtlingsrecht.
Der Ausländervorbehalt z.B. erlaubte der Bundesregierung Unterschiede zwischen inländischen und ausländischen Kindern zu machen.
Daher konnten Flüchtlingskinder in Abschiebehaft genommen werden und sie waren auch was die medizinische Versorgung betrifft schlechter gestellt.
Erst 2010 – also nach 18 Jahren hat der Deutsche Bundestag die Vorbehaltserklärung aufgehoben!
Die Autoren des Buches „Kinderrechte sind Menschenrechte“ fordern daher zu Recht neben der Aufnahme der Kinderrechte in die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland bzw. in die Länderverfassungen auch die Aufnahme eines Beschwerderechtes, um diese Rechte einklagen zu können. Verbände wie der Kinderschutzbund, die Kindernothilfe oder auch die UNICEF könnten dann als Kläger auftreten.
In Bezug auf die Buchvorstellung skizzierte Frau Dr. Marianne Rhietmüller in Ihrem Beitrag, dass auch im Computerzeitalter die Menschen Bücher lieben. Alleine in Deutschland seien im vergangenen Jahr 100.000 Bücher erschienen, was beweist, dass das Thema Bücher boomt. Sie hofft, dass das Buch von Herrn Gunter Geiger bei dieser Vielzahl die Notwendige Beachtung findet, den Weg in die Bibliothek hat es jedenfalls schon gefunden.


Herr Gunter Geiger bedankte sich bei den beiden Laudatorinnen und hob hervor warum ihn das Thema Menschenrechte so beschäftigt. Das christliche Menschenbild beinhaltet Normen für die Würde, Freiheit und Verantwortung des Menschen und der Gleichheit aller Menschen vor Gott. Neben dem christlichen Menschenbild ist die zweite Richtschnur unserer Arbeit im Bonifatiushaus der Dialog in und mit der Gesellschaft und die politische Bildung.


 
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