Im Bonifatiushaus fanden interessante Veranstaltungen statt...
Seit Sommer 2008 befindet sich die Großskulpturenserie "Die Schauenden" von Schwester Christophora Janssen im neugestalteten Parkbereich des Bonifatius-hauses - zum Video...
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Bonifatiushaus
23.02.2010 "Wehrpflicht und Zivildienst auch mit sechs Monaten noch ein Zukunftsmodell?"
Am Dienstag, 23. Februar, fand im Bonifatiushaus ein Akademieabend statt, der in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik Sektion Fulda veranstaltet wurde. Der Abend stand unter dem Thema "Wehrpflicht und Zivildienst auch mit sechs Monaten noch ein Zukunftsmodell?", zu dem Gunter Geiger, Direktor des Bonifatiushauses, zusammen mit Michael Trost, Vorsitzender der Gesellschaft Wehr- und Sicherheitspolitik Sektion Fulda eingeladen hatte.
Nachdem die Gäste des gut besuchten Vortrages von Gunter Geiger begrüßt wurden, schloss sich ein spannender Vortrag des Referenten an, der die Themen Zwangsdienst, Wehrgerechtigkeit und Zivildienst diskutierte. Rolf Clement, der ein glühender Befürworter der Wehrpflicht ist, betont, dass die Wehrpflicht ein wichtiges Scharnier zwischen der Gesellschaft und der Bundeswehr darstellt. In Staaten , die die Wehrpflicht aufgegeben haben, ergaben sich erhebliche Probleme mit deren Streitkräften.
Im Mittelpunkt seines Vortrages stand, dass die Lebenswirklichkeit der Wehrpflichtigen in den Wehrdienst mit einbezogen werden muss, so dass der Wehrdienst für alle Beteiligten sinnvoll ist. Der verkürzte Wehrdienst auf sechs Monate muss so gestaltet werden, dass Grundwehrdienstleistende und die Bundeswehr etwas davon haben. Es kann dabei von einer Dauer von "sechs Monaten plus" gesprochen werden, da man die langen Ein- und Ausschleuszeiten sowie die Urlaubszeit der Wehrdienstleistenden nicht zum reinen Grundwehrdienst zählen darf.
Clement erläutert, dass die Wehrgerechtigkeit weitgehend gewährleistet ist und dass wichtige Elemente der Wehrdienstregelungen die Modelle der Wehrpflichtgegner aufnehmen; deshalb kann keine Forderung nach Abschaffung der Wehrpflicht gestellt werden. Er stellte jedoch heraus, dass es Handlungsbedarf zur Ausgestaltung der Wehrpflicht gibt, um Maßnahmen zu schaffen, die den Wehrdienst für junge Menschen attraktiver machen. Es bedarf dahingegen noch einer guten organisatorischen Vorbereitung für die Verkürzung des Wehrdienstes auf sechs Monate und eine Beschleunigung in Aufnahme und Dienstantritt der Wehrdienstleistenden.
Rolf Clement betonte am Ende seines Vortrages ganz besonders, dass die Wehrpflicht auch mit nur sechs Monaten nicht abgeschafft werden darf, da die Bundeswehr über viele Jahre hinweg glänzende Arbeit geleistet hat, unserem Land die nötige Sicherheit gibt und dass der Dienst der Wehrpflichtigen vor allem ein Dienst für die Allgemeinheit darstellt.
In der anschließenden regen und kritischen Diskussion, die von Michael Trost moderiert wurde, gab es die Möglichkeit, Rückfragen an den Referenten zu stellen und eigene Anschauungen bezüglich dieser Themen einzubringen.
09.02.2010 (Menschen-)Rechte für Frauen Frauen in Kirche und Gesellschaft in Asien/Indien
Sehr eindrucksvoll hat Frau Virginia Saldanha – Generalsekretärin für Frauenfragen bei der Föderation der asiatischen Bischofskonferenz – die Realitäten von Frauen in Asien dargestellt. Bei aller Vielfalt der Kulturen, Religionen und Ethnien gilt die gleiche Realität: patriarchalische Dominanz. Vom reichen Osten Asiens bis hin zum armen Süden beschert die kulturelle Bewertung des Mannes über die Frau, dem Mann Priorität an Aufmerksamkeit, bei Dienstleistungen und Möglichkeiten, sowohl in der Familie als auch in der Gesellschaft.
In Indien konnte die befreiende Botschaft des Christentums sich gegenüber den Haupteinflüssen des Islam, des Buddhismus und des Hinduismus nicht durchsetzen. Stattdessen bestärkte es die in asiatischen Kulturen existierende patriarchalische Dominanz, da das Christentum mit den Kolonialherren identifiziert wurde, die alle Asiaten unterdrückten. In allen asiatischen Gesellschaften sind Frauen ständige Opfer von Gewalt. Gewalt gegen Frauen ist somit das verbreitest Problem der Frauen, die aber langsam beginnen ihre Stimme zu erheben.
Der fast zweistündige Vortrag der in Englisch referiert wurde ist von Herrn Dieter Zabel (missio München) simultan übersetzt worden. Eingeladen und in die Veranstaltung eingeführt, sowie die anschließende, sehr emotional geführte, Diskussion moderierte Herr Gunter Geiger (Bonifatiushaus).
29.-31.01.2010 Unser Kind geht zur Erstkommunion Wochenende zur Vorbereitung für Eltern und Kinder
Am vergangenen Wochenende fand das erste Seminar für Familien zu Vorbereitung auf die Erstkommunion statt. Unter dem Titel „Ich glaube an Gott“ ging es dieses Mal um unser christliches Glaubensbekenntnis. In Kleingruppen je nach Alter und unter Leitung eines erfahrenen Stamms von Mitarbeitern, wie auch gemeinsam am Abend hatten alle sehr viel Spaß dabei. Für viele ein unvergessliches Gemeinschaftserlebnis.
Mittwoch, 27.01.2010 Avi Primor referierte am Holocaust-Gedenktag im Bonifatiushaus
In der voll besetzten Aula des Bonifatiushauses referierte der ehemalige Botschafter Israels in Deutschland und Publizist Avi Primor zu aktuellen Fragen des Nahost-Konfliktes. Der Direktor des Bonifatiushauses Herr Gunter Geiger führte in den Akademieabend ein und moderierte die Diskussion. Neben dem Bonifatiushaus waren die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit und die Hessische Landeszentrale für politische Bildung Mitausrichter des Abends.
Anlass der Einladung war der Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945. Der Gedenktag wurde 1996 durch den Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt und 2005 durch die GV der Vereinten Nationen offiziell zum internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt.
Herr Primor entwickelte in seinem einstündigen Vortrag seine Vision eines Friedens im Nahen-Osten. Er beschrieb Israel als eine „Tatsache“ unterstrich aber auch, dass Israel aus den besetzten Palästinenser Gebieten abzuziehen habe. Die meisten Voraussetzungen für Frieden sieht Herr Primor gegeben, aber ein wichtiges Detail fehlt aus seiner Sicht: Sicherheit. Da jedoch Mahmud Abbas der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde diese Sicherheit nicht gewähren kann taugt ein Friedenvertrag „aus Papier“ nicht viel. Daher braucht der Frieden m Nahen Osten die entscheidende Unterstützung der USA und Europas Primor beschreibt in seinem sehr interessanten Vortrag die Notwendigkeit eine Unterstützung der Internationalen Gemeinschaft und die Entsendung einer Schutztruppe, hinter der der politische Wille steht Sicherheit gegebenenfalls zu erzwingen.
Nach stürmischem und lange anhaltendem Beifall, beantwortete Avi Primor kenntnisreich und in geschliffener Sprache, die ihm gestellten Fragen aus dem Plenum und signierte die verkauften Bücher zum Thema.
Dienstag, 12. Januar 2010 Chancen frühkindlicher inklusiver Bildung
Zu dem ersten Akademieabend des Jahres 2010 konnte der Direktor Gunter Geiger zahlreiche Gäste begrüßen, die sich für den spannenden Vortrag von Frau Prof. Sabine Lingenauber von der Hochschule Fulda interessierten.
Das Thema Frühe Bildung bleibt auch im Jahr 2010 ein inhaltlicher Schwerrpunkt der Arbeit des Bonifatiushauses. Frau Prof. Lingenauber hat in ihrem kenntnissreichen und sehr interessanten Vortrag die Chancen frükindlicher inklusiver Bildung aufgezeigt.
Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder mit Behinderunen sind besonders von Bildungsbenachteiligung betroffen. Sie erfahren in der Regel zu Hause weniger Anregung und würden daher stärker von dem Besuch einer Kindertageseinrichtung profitieren. In der bundesdeutschen Realität sind sind die Rahmenbedingungen und Unterstützungen von Staat und Gesselschaft zu wenig ausgeprägt. Als mustergültig wurde, von Frau Prof. Lingenauber, Norwegen bei der Umsetzung inklusiver Bildung beschrieben.
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