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Verantwortung in Lieferketten wahrnehmen

Globalisierung, Menschenrechte und Wirtschaft stehen im Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe, die die Katholische Akademie des Bistum Fulda gemeinsam mit dem Bund Katholischer Unternehmer (BKU), dem Weltethos-Institut in Tübingen sowie dem Institut für Sozialstrategie durchführt. Bei sechs Akademieabenden, sowie einem Studien- und einem Workshoptag wollen die Veranstalter mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren ins Gespräch kommen.

Den Auftakt bildete eine Veranstaltung am Donnerstagabend im Fuldaer Bonifatiushaus mit Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez und Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel. Er ist der Bundesvorsitzender des BKU, Direktor des Weltethos-Instituts und Leiter des Instituts für Sozialstrategie.

In seiner Begrüßung zeigte Weihbischof Diez -Bischofsvikar für den Bereich Weltkirche -die Verantwortung von Unternehmen im Hinblick auf die Beachtung von Menschen- und Arbeitnehmerrechten in ihren Lieferketten auf. Am Beispiel der Lebenswirklichkeit von Näherinnen aus Bangladesch beschrieb er die christliche Verantwortung in einer Welt der globalen Wirtschaft. Papst Franziskus habe in seiner Enzyklika „Laudato si“ deutlich gemacht, dass nicht die Interessen der Mächtigen, sondern die Bedürfnisse der Armen, der Schwachen und der Verletzlichen im Fokus stehen müssten. „Es geht also um eine echte Geschwisterlichkeit, um echtes Teilen, um echte Solidarität, um echte Augenhöhe“, betonte Weihbischof Diez.

„Wir brauchen eine stärkere Berücksichtigung ethischer Belange, etwa bei der Umsetzung von Verantwortung für Lieferketten mit einem gewissen Augenmaß bei der Bürokratie und bei der Verbindung von wirtschaftlichem Handeln mit der Beachtung von Menschenrechten“ erklärte der BKU-Vorsitzende Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel.


Unternehmen verstehen sich zunehmend selbst als Akteure der Zivilgesellschaft. „Wer Akteur ist, hat auch Verantwortung und muss diese wahrnehmen! Dabei müssen aber die Grenzen des Machbaren und Zumutbaren beachtet werden.“

Jeder Einzelne ist gefordert, beschrieb der Direktor des Bonifatiushauses, Gunter Geiger „Als Konsumenten sind wir alle aufgerufen, auf die globale Lebenswirklichkeit zu schauen. Wir können dort Produkte kaufen, wo die Hersteller für bessere Arbeitsbedingungen sorgen oder höhere Umweltstandards einhalten.“

Zu den weiteren Referenten der Veranstaltungsreihe zählt der kirchenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Hermann Gröhe. Mitwirken werden auch Vertreter der kirchlichen Hilfswerke Misereor und Missio.

Der Künstler Norman Gebauer hat das Leitwort der Veranstaltungsreihe „Globalisierung – Menschenrechte – Wirtschaft“ in einem Bild interpretiert.
Der Künstler Norman Gebauer hat das Leitwort der Veranstaltungsreihe „Globalisierung – Menschenrechte – Wirtschaft“ in einem Bild interpretiert.
 
v.l.n.r.: Dr. Sabine Schößler, Prof. Dr. Karlheint Diez, Prof. Dr. Dr. Ullrich Hemel, Gunter Geiger
v.l.n.r.: Dr. Sabine Schößler, Prof. Dr. Karlheint Diez, Prof. Dr. Dr. Ullrich Hemel, Gunter Geiger

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