Religion und Theologie

„Der Gang zum Kreuz“ - Die heilsgeschichtliche Bedeutung der Kar- und Ostertage in der Theologie Hans Urs von Balthasars

1968 schrieb der Schweizer Theologe Hans Urs von Balthasar zu einem seiner Haupt-werke, der ‚Theologie der drei Tage’: „Gott hat in Christus unüberbietbar konkret an der Welt gehandelt. Theologie, die dieses Han-deln bedenken will, muss folglich so konkret sein wie möglich.“ Theologie, so Balthasar, solle sich nicht sogleich auf allgemeine Kategorien wie „Versöhnung“, „Erlösung“ und „Rechtfertigung“ festlegen, sondern vor allem die Kreuzigung, das Totsein und die Auferweckung Jesu nach zu betrachten suchen.

Zur Einlösung dieses Postulats entwickelte Balthasar seine Theologie einer akthaften Erschließung der drei Tage von Leiden, Tod und Auferstehung Christi. Eine Theologie bzw. Christologie, die das Kar- und Ostergeschehen dramatisch nachzeichnet und deshalb „theodramatisch“ genannt wird.

Im Zentrum dieser dramatischen Nachzeichnung der drei Tage steht der Gang des Gottessohnes zum Kreuz durch den er für unser Heil zur Sünde gemacht wurde und der gleichzeitig die äußerste Liebe Gottes zu den Menschen darstellt. Für Balthasar ist dieser

Gang ein trinitarisches Ereignis: In der Selbstentäußerung des Sohnes bis hin zur Gottverlassenheit am Kreuz, ist der Vater zutiefst betroffen. Es entsteht gleichsam eine „Trennung“ in Gott selbst.

Der Online-Vortrag über den ‚Gang zum Kreuz‘ als Teil und Höhepunkt des dramatischen Geschehens der ‚drei Tage‘ in der Theologie Hans Urs von Blathasars möchte Sie auf die bevorstehenden Kar- und Ostertage vorbereiten.

Termin


30.03.2021, 19:00 Uhr

 

Referent


Msgr. Prof. Dr. Cornelius Roth, Theologische Fakultät Fulda

 

Teilnahme

Der Vortrag findet Online statt. Den Link zur Teilnahme finden Sie am hier.


Bei Fragen wenden Sie sich gerne an

 
 

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36041 Fulda


 



 

 



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